Erste Chorvideos on air

2026 produziert der CEK mit ausgewählten Chören Videos. Die ersten Ergebnisse sind nun zu sehen und zu hören.

Erste Chorvideos on air

2026 produziert der CEK mit ausgewählten Chören Videos. Die ersten Ergebnisse sind nun zu sehen und zu hören.

Acht von zehn Drehterminen, die der CEK mit verschiedenen Chören bundesweit unternimmt, sind absolviert. Die Beteiligten haben dabei wunderbare Musik gemacht, viel gelernt und jede Menge Spaß gehabt. Nun werden die Ton- und Bildaufnahmen zu Videos verarbeitet. Die ersten Filme sind bereits online.

7.000 km quer durch Deutschland

Rund 7.000 Kilometer hat Tonmeister Lukas Kleitsch für das Projekt bislang zurückgelegt. Von Berlin aus nach Dresden und Halle an der Saale war nicht wirklich weit weg. Aber die Wege führten ihn ebenso schon in die Pfalz, den Schwarzwald, nach Bayerisch-Schwaben und zweimal in den Taunus. Alle Strecken legt er mit der Bahn zurück, was im Vergleich zum Auto manchmal eine Zeitersparnis, zugleich aber auch einige Unwägbarkeiten mit sich bringt …

Workshop und Videodreh

Vor Ort vermittelt Lukas Kleitsch Interessierten aus dem Chor Tipps und Tricks zum Bildaufbau, zur Kamerapositionierung, zur Mikrofonierung. In diesem Zuge entwickelt er gemeinsam mit ihnen den konkreten Drehplan für den Tag, an dem drei Lieder aufgenommen werden sollen. Dafür gilt es dann zuweilen, das Mobiliar in der Kirche mit vereinten Kräften umzubauen oder auszuräumen und festzulegen, wie viel Zeit wofür zur Verfügung steht. Schließlich soll der ganze Chor nicht über Gebühr beansprucht werden – nach zwei bis drei Stunden ist einfach „die Luft raus“.

In jeder Hinsicht vielfältig

Die Reise durch Deutschland macht deutlich, dass es nicht die eine Art von Chor in der evangelischen Kirche gibt. Gebäude und Gemeinden, Chorgruppen und Literatur lassen sich allenfalls mit dem Stichwort Vielfalt zusammenfassen. Mal treffen wir einen 14-köpfigen Kinderchor, mal eine große Kantorei mit 70 Personen aller Generationen, mal drehen wir in einer Dorfkirche, mal in einer mehrschiffigen Hallenkirche, mal hören wir Bach-Choral und Mendelssohn-Motette, mal Popmusik und Charts, das Spektrum reicht von Renaissance bis Lady Gaga. Aber immer haben wir es mit aufgeschlossenen Menschen zu tun, die Freude an ihrer Musik haben und das auch ausstrahlen.

Hinter den Kulisssen

Zahlreiche Fotos von den acht bereits absolvierten Drehtagen geben einen Eindruck davon, welcher Aufwand sich mit einer Chorvideo-Produktion verbindet. Man braucht Kameras, Mikrofone, Scheinwerfer, Stative und jede Menge Kabel – logisch. Das sieht schnell nach viel Technik aus, besonders wenn man mit dem vergleicht, was bei einer normalen Chorprobe zu sehen ist. Aber wer schon mal am Set war, wenn irgendwo ein Werbe- oder Spielfilm gedreht wird, wird einen gegenteiligen Eindruck haben. Was unser Videomann an Equipment mitbringt, ist doch überschaubar. Es passt in einen großen Rollkoffer und einen großen Rucksack – sonst würde Lukas ja auch nicht Bahn fahren.

Fertige Videos

Die ersten Videos, die so während der Sommerwochen entstanden sind, sind nun online. Der Chor der Hochschule für Kirchenmusik in Dresden hat seine drei Streifen im eigenen Youtube-Kanal veröffentlicht. Ebenso nutzt der Kirchenchor in Haslach im Kinzigtal den gemeindeeigenen Account; darüber hinaus berichtete dort sogar die Lokalzeitung über den Videodreh! In Sulzbach hat die Kantorin eigens einen Youtube-Kanal für ihre Chöre angelegt. Und die jüngsten Aufnahmen in der Dorfkirche Wildenbruch südlich von Potsdam liegen noch keine 14 Tage zurück, und auch diese drei Songs vom chorus vicanorum sind schon online. Reinhören lohnt sich.

Zugleich haben die Chöre immer auch ein Lied für Mitsingen.de aufgenommen. Auf dieser neu entstehenden Plattform der EKD präsentiert sich der evangelische Liederschatz mit vielen Hintergrundinfos, Vermittlungsideen und Klangbeispielen. Hier dienen die entstandenen Videos dazu, die Lieder kennenzulernen, wie das Beispiel von Ich will, so lang ich lebe bereits zeigt.

Projektidee

Hinter dem ganzen Projekt steht die Idee, Chören in Zeiten von Internet und Social Media zu vermitteln, wie sie sich mit pragmatischen Mitteln professionell präsentieren können. Immer mehr Chöre zeigen sich im Video. Doch wie man das erstellt, ist nicht so ohne Weiteres bekannt. In dem Projekt des CEK geht es darum, beispielhafte Erfahrungen zusammenzutragen und die Learnings und Tipps in einer Publikation für jedermann zugänglich zu machen. Es wird gefördert durch den Amateurmusikfonds des Bundes.

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