Der Kirchentag singt – mehrstimmig!

Enormer Zuspruch fürs Offene Singen in Nürnberg: Großer Chor klingt einfach Gänsehaut ...

Der Kirchentag singt – mehrstimmig!

Enormer Zuspruch fürs Offene Singen in Nürnberg: Großer Chor klingt einfach Gänsehaut ...

An jedem der drei Veranstaltungstage des 38. Deutschen Evangelischen Kirchentags lud der CEK zu einem mehrstimmigen Offenen Singen auf dem Messegelände ein. Und obwohl das im Programm etwas versteckt angekündigt und der große Saal in der dritten Etage schwer zu finden war, erwiesen sich alle drei Events als Publikumsmagnete. Mit über 300, über 400 und über 500 Sängerinnen und Sängern fanden die unterschiedlichen Angebote jeweils enormen Zuspruch.

300 Notenhefte mit den Chorklassikern von Bach, Mendelssohn, Schütz und anderen Großen der Chorliteratur waren für Donnerstag, den 8. Juni vorbereitet – und haben zahlenmäßig nicht ausgereicht. Doch der Freude am Singen tat es keinen Abbruch, zu zweit in die Noten zu schauen. Vieles können die eingefleischten Fans ohnehin auswendig … Der Berliner Domkantor Adrian Büttemeier hatte genau die beliebten Klassiker ausgewählt, die in den Kantoreien so gern gesungen werden, und einen Nerv getroffen. Immer wieder ging ein freudig-seufzendes “Aaaah” durch die Reihen, wenn er das nächste Stück ankündigte. Singen statt proben, voller Klang statt kleinteiliger Korrekturen – jedes Stück wird sofort großartig. Gänsehautgefühl! Schon am ersten Tag war klar, dass dieses Singformat weitere Kirchentage bereichern wird.

Am darauffolgenden Freitag, den 9. Juni war es das Kantorenehepaar Ute und Hanns-Peter Springer aus Iserlohn, das denselben Saal rockte. Thema diesmal: mehrstimmige Kirchentagsschlager und neue Lieder. Gedruckte Noten? Fehlanzeige. Alles war gut an der Leinwand abzulesen. Und auch hier gab’s ein “Ahhh” zu bekannten Stücken aus den Achtzigern wie “Selig seid ihr”, aber auch brandneue Titel wie das meditative “Ich atme ein”, Nr. 14 im aktuellen Liederheft, bezauberten die bestimmt über 500 Teilnehmenden. Neben dem Iserlohner Community-Chor unterstützten Flöten und Cajon das Singen. Einfach wunderschön; gemeinsames mehrstimmiges Singen war hier gleichsam als “Wohlfühlbadewanne” wahrzunehmen.

Um “Verleih uns Frieden” ging es am Samstag, den 10. Juni. In ökumenischer Kooperation mit dem Deutschen Chorverband Pueri Cantores hatte der CEK unterschiedliche Da-pacem-Vertonungen auf dem Programm. Das Chorbuch dazu stand den Sängerinnen und Sängern gegen ein Notenpfand von fünf Euro zur Verfügung – hinterher nach Wahl entweder einfach behalten oder wieder abgeben (Ergebnis übrigens: halbe-halbe). Bekanntes singen (z.B. die Mendelssohn-Version), Neues lernen (z.B. das “Quodlibet für den Frieden” in verschiedenen Sprachen), variierende Klangfarben hören (Frauenchor/Männerchor): Auch dieses von Judith Kunz und Christian Finke angeleitete Singprogramm sprach die gut 300 Menschen im Saal durch Vielfalt an. Und durch das schöne Gefühl, mit der eigenen Stimme Teil eines großen Ganzen zu sein.

Doch auch außerhalb offizieller Ankündigung sang der Kirchentag in diesem Jahr auffallend gern. Am CEK-Stand im Zentrum Kirchenmusik packten die Akteure vom bayrischen Landesverband wiederholt ihre Liederbücher aus, und schwupps, waren gleich mehrere Menschen zum Mitsingen da. Der Kirchentag war ja schon immer eine Singbewegung. Aber so konsequent und sicher mehrstimmig, das war ein neuer, schöner Beleg dafür. Beim nächsten Mal, 2025 in Hannover, wird das ganz sicher mindestens genauso sein.

 

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